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BK I/04 - 09.04.2000 |
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Brieselanger Chronik von Arno Heinrich Heute: Vom Tante-Emma Laden zum Supermarkt -Einkaufsmöglichkeiten nach 1945- |
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Das Konsum-Kaufhaus am Vorplatz des Brieselanger Bahnhofs wurde nach seiner Erbauung im Oktober 1959 eröffnet. Es wurde für die Brieselanger aber auch für Kunden aus der Umgebung zum Einkaufsmagneten, denn sein Warensortiment war vielseitig und es bestand aus Textilien, Industrie- und Haushaltswaren, später auch aus Auslegeware und Teppichen. Der Leiter des Kaufhauses war bis über sein Rentenalter hinaus Alfred Schuhmann. Fast 15 Jahre fungierte dann Walter Kracht als Verkaufsstellenleiter. Nach seinem plötzlichen Ableben übernahm 1988 für kurze Zeit Elsa Kracht die Leitung des Hauses. Zuletzt Frau Heidi Unger. Da zu DDR-Zeiten der größte Teil der Bevölkerung Mitglieder der Konsumgenossenschaft waren, wurde bei einer größeren Anschaffung, so bei Fernsehern oder Teppichen, aber auch bei allen anderen Waren bei der Bezahlung Konsummarken in Höhe des Anschaffungspreises erstattet. Bei der jährlichen Berechnung der Konsummarken erhielt eine durchschnittliche Familie jährlich ca. 80 bis 160 Mark als Rückvergütung erstattet. Wegen dieses Anreizes wurden somit auch Käufe an Lebensmitteln und sonstigen Waren vorrangig im Konsumgeschäft getätigt. Somit hatten es die kleineren, privat geführten Geschäfte besonders schwer, zumal deren Belieferung spärlicher ausfiel. Die Existenzdauer der privat geführten Geschäfte, deren Verkaufsraum oft nicht größer als ein Wohnzimmer war, war recht unterschiedlich. Manche existierten nur kurzzeitig, andere wieder über Jahrzehnte und endeten oft mit dem Eintritt des Rentenalters des Betreibers. Vor dem Bestehen des Kaufhauses und noch kurze Zeit danach gab es am Platz des Friedens, am Rande der heutigen Grünanlage, also längst des Bürgersteiges mehrere Verkaufskioske: Kurzwaren – Roy; Schreibwaren – Jakobs; Blumen – Ziemer sowie ein Konsumgeschäft für Fahrräder und Zubehör – Mende. Über Jahrzehnte sodann vis-a-vis, die Bahnhofsdrogerie privat Rizehalek, später HO. Dort wurden zeitweise auch Fotoartikel verkauft und Fotoarbeiten angenommen.
In Brieselang-Süd gab es folgende Geschäfte:
Die Eröffnung der Kaufhalle erfolgte im April 1970, in diesem Zusammenhang wurden die drei kleineren zuvor erwähnten Konsumgeschäfte in Süd geschlossen. Verkaufstellenleiter war jahrelang Hermann Kammann, danach Karin Voß. Diese Kaufhalle im Forstweg war das erste Selbstbedienungs-Geschäft in Brieselang. Ausgegliedert waren Fleisch- und Wurstwaren, Obst, Gemüse und Kuchen sowie die später eingerichtete Deli-Abteilung. Andere Geschäfte gingen nach und nach ebenfalls zur Selbstbedienung über. Zu DDR-Zeiten waren die Einzelhandelsverkaufspreise (EVP) maßgebend. Dies bedeutete, dass gleiche Waren z.B. in Nauen, Falkensee und auch in Brieselang den selben Preis kosteten, ob beim Konsum, der HO oder in privat geführten Geschäften. Im Laufe der Jahrzehnte schlossen viele der zuvor erwähnten Geschäfte, und die deutsche Wiedervereinigung brachte das Ende für HO und Konsumverkaufsstellen, einige schlossen sich der Marktkette Spar an. Das Konsum-Kaufhaus am Bahnhof konnte sich noch fast 10 Jahre halten, doch wegen zu geringer Umsätze wurde dieses zum 1. November 1999 geschlossen. Von den aus DDR-Zeiten geführten Verkaufsstellen bestehen, in zum Teil veränderter Form, noch: ehemalige Bahnhofsdrogerie – heute Küchenfachberatung ehemalige Fleischabteilung Gomoll – heute Fleisch, Wurst und Imbiss (B. Rahn) ehemalige BHG – heute Siedlerbedarf (M. Schillinger) Ulmenweg 4 d – weiter Fahrräder und Reparaturen (Reitz) ehemaliger Getränkestützpunkt – heute Getränkeshop, (Schacht) ehemaliger Fichtekonsum- weiter Lebensmittel Forstweg Gartenbau Bartolain – heute Blumeninsel Bartolain. Nach der Einweihung des Arkadenmarktes am 03.10.1996 (ehemaliges Gummiwerksgelände) haben sich dort verschiedene Geschäfte eingemietet. Zum Jahresende 1999 sind am Markt folgende Geschäfte zu verzeichnen: Licht und Wohnen (Falk); Schreib- und Spielwaren (Pichowski); Reisewelt (Reisebüro Hiller); Löwen-Apotheke
(Malchow); Drogerie (Knobloch); Brillen-Rasch; Getränke-Kleemann; Geschenke- Eck und Postagentur (Werner); Fahrräder (Gitzel); Elektrohaus (Manthei); Blumengeschäft; Kinderland; Sicherheitsfachgeschäft (Kruschinski); Schwabe-Trockenbau; Animal-Farm; Allianz-Versicherung; Victoria-Versicherung; BHW Bausparkasse; In der Haslacher Straße: LichtHaus Brieselang (Heinrich); Quelle Agentur (Müller) Im Forstweg: Plus-Filiale und Altmärker Fleisch- und Wurstwaren; Blumengeschäft (Bült); Schuhe – Stiefelkater (Wilhelm); Reitzubehör (Gröger) Brieselang Nord: Thälmannstr. 1 – Fleisch– und Wurstwaren (Beate Rahn), Penny-Markt und Bäckerei (Zabel) sowie Fleisch- und Wurstwaren (Bauer), Bahnstraße 57c - An- und Verkauf, Inh. Fr. Hiller, Bahnstraße 8 – Pflanzenverkauf , Inh. W. Sklenar Karl-Marx-Straße 16a – Brennstoffe Franke Birkenallee 10 – Uhren und Schmuck (Oestreich) |
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