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BK IV/04 - 12.04.2003 |
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Brieselanger Chronik von Arno Heinrich Heute: 80 Jahre Schule in Brieselang |
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Drei Jahre nach der Vergabe der ersten Siedlungsstellen konnte am 10. April 1923 in der von Baurat Schulz entworfenen Schule (heute Gesamtschule) mit dem Unterricht begonnen werden. 112 Schüler wurden in den Klassenräumen unterrichtet und als die Schüllerzahl auf 141 gestiegen war, wurden vier Klassen von den Lehrern Weihe, Dittbrenner und Burkhardt unterrichtet. Jedes Kind ging somit bei regelmäßiger Versetzung in jede Klasse zwei Jahre. In Folge wachsender Einwohner- und somit höherer Schülerzahlen wurde am 20. Februar 1931 ein erster Erweiterungsbau, der zwei neue Klassenräume und das Treppenhaus schuf, seiner Bestimmung übergeben. Die Brieselanger Schule galt als eine fortschrittliche und im Geiste der Sozialdemokratie geleitete Schule. Sie besaß einen anderweitigen Schulgarten, eine Bibliothek, verschiedene Arbeitsgemeinschaften und es bestand ein Elternbeirat. In das Jahr 1934 fiel der zweite Erweiterungsbau der vier neue Klassenräume schuf und das bereits achtklassige System nun problemlos ermöglichte. Bei einer Einwohnerzahl von 3157 zählte die Schule im Jahr 1935 schon 300 Schüler die von sieben Lehrern unterrichtet wurden. Drei Jahre später wurde die darüber liegende Aula, die zu DDR-Zeiten zu zwei Klassenräumen ausgebaut wurde, ihrer Bestimmung übergeben. Während der Zeit des Nationalsozialismus übernahm der Propagandaleiter der Brieselanger NSDAP, Hauptlehrer Artur Phillip, die Leitung der Schule. Da die Schule während des Krieges unbeschädigt blieb, konnte schon am 15. Mai 1945 wieder mit dem Unterricht begonnen werden. Dr. Max Pfeifer war nun der Schulleiter, sogenannte Jung- bzw. Neulehrer übernahmen nach der erfolgten Schulreform den Unterricht unter schwierigen Bedingungen denn es fehlte an Büchern, Heften und sogar an Kreide. In den harten Wintermonaten 1945 und 1946 war auch das Heizmaterial sehr knapp. Viele Kinder hatten weder warme Kleidung noch Schuhe. Im Winter wurde die Schule in Holzpantinen und im Sommer barfuss besucht. Durch die Zuweisung von Flüchtling- und Umsiedlerfamilien war die Einwohnerzahl auf etwa 5000 angestiegen. 1949 wurden 765 Schüler von 19 Lehrern unterrichtet. Die Klassenstärke lag bei 40 Schülern zeitweise wurde sogar im Zweischichtsystem unterrichtet. Im gleichen Jahr übernahm der Neulehrer Max Henning die Schulleitung. In den 50er Jahren erfolgte der Bau der Schulküche sowie der Bau des sogenannten gelben Gebäudes in dem 4 Klassenräume und ein Lehrerzimmer entstanden. Diese Bauten entstanden größtenteils in freiwilliger Aufbauarbeit von Lehrern und Eltern. Ab 1. Sept. 1958 wurde die Brieselanger Schule eine Mittelschule und es wurde ab der 7. Klasse der Unterricht in der Produktion eingeführt. Die zehnklassige, allgemeinbildende Polytechnische Oberschule wurde ab 1. September 1959 zur Pflicht und war 1963 bei 550 Schülern voll entwickelt. Die Anhebung der Pflichtschulzeit bis zur 10. Klasse erhöhte somit die Schülerzahlen und machte 1966/68 einen Zusatzbau (1993 als Robinson Grundschule benannt) mit weiteren Klassenräumen erforderlich. Seit der Gründung der Schule war der Sportunterricht stets mit Schwierigkeiten verbunden, da es keine Turnhalle gab. Zeitweise wurde der Sportunterricht in der Aula, jahrelang aber im Saal der Gaststätte Rosengarten sowie in dem im Jahr 1972 erbauten Speiseraum (1997 abgerissen) durchgeführt. Doch zum neuen Schuljahr am 28. August 1981 erfolgte die Übergabe der neuen Turnhalle an die Schule. Sie steht auf einer Hälfte des deswegen stillgelegten Rudolf-Habig-Sportplatzes. Im Juni 1983 erfolgte die Verabschiedung von Direktor Max Henning. Zu dieser Zeit waren etwa 42 Lehrer an der Schule tätig deren Leitung nun Herr Hubert Ulbricht bis kurz nach der Wende übernahm – Nach der Wiedervereinigung griffen auch in Brieselang die Schulstrukturen der alten Bundesländer, die positive und leider auch negative Seiten aufschlug. Freiheit ja – aber diese kann nur in einer gemeinschaftsbedingten Ordnung gestaltet werden! Zum Schuljahresbeginn 1991 kam es zur Teilung der in der Polytechnischen Oberschule vereinten Unterstufe (Klassen1 – 4) und der Oberstufe (Klassen 5 – 10) in die Robinson-Grundschule (Klassen 1 – 6) und in die Gesamtschule Brieselang (Klassen 7 – 10). Die Leitung der nun eigenständigen Grundschule übernahm Frau Silvia Hoffmann aus Falkensee. Der Unterricht fand zunächst in den Nebengebäuden: blaues Haus und gelbes Gebäude, in den 1994 und 1995 aufgestellten Unterrichtscontainern und in den Räumen im Forstweg (heute Kita Regenbogen) statt. Wegen starken Zuzugs von Familien mit Kindern machte sich ein Grundschulneubau erforderlich. Am 1. Juni 1996 war die Grundsteinlegung und die Eröffnung der neuen Robinson-Grundschule erfolgte am 2. August 1997 mit der Einschulung von 92 ABC-Schützen. Die Baukosten dieser neuen Schule betrugen 9,75 Millionen DM. Im sogenannten blauen Gebäude ist seitdem der Hort untergebracht. Seit 2002 wird die Robinson-Grundschule von den Lehrerinnen Kerstin Lindner und Anke Skrosch kommissarisch geleitet. Zur Zeit werden in dieser Schule 355 Schüler in 16 Klassen von 21 Lehrern unterrichtet. Da sich die Einwohnerzahlen sowohl in Brieselang, Bredow und Zeestow weiter erhöhen, erfolgte ein weiterer Grundschulneubau, der jedoch sehr umstritten war und ist. Somit wurde in der Nähe des neuen Wohngebietes Süd, jedoch auf Zeestower Gebiet, eine neue Grundschule mit Turnhalle erbaut, die etwa 10 Millionen DM kostete und den Schuldenberg weiter anwachsen ließ. Die offizielle Eröffnung war am 12. April 2002 und am 2. Mai 2003 soll sie den Namen Zeebr@-Grundschule erhalten. Diese Grundschule leitet Frau Silvia Hoffman und Frau Brigitte Nike (zuvor Robinson-Grundschule). Zur Zeit werden in dieser Schule 340 Grundschüler in 16 Klassen von 19 Lehrern unterrichtet. Als Schulhort dienen die ehemaligen Schulcontainer der Robinson-Grundschule die in die Hauffstraße umgesetzt wurden. Im ehrwürdigen alten Schulgebäude, in dem vor 80 Jahren die Beschulung der Brieselanger Schüler begann, befindet sich seit 1991 die Gesamtschule Brieselang, die bis dem altersbedingten Ausscheiden von Herrn Manfred Behrendt (Dallgow) bis 1998 geleitet wurde. Die Leitung der Gesamtschule liegt seitdem bei Herrn Christof Kürschner (Potsdam) und Frau Christiane Katterle (Briesleang). Zur Zeit werden 330 Schüler in 16 Klassen von 26 Lehrern unterrichtet. Während zu DDR-Zeiten das Klassenelternaktiv und der Elternbeirat die Interessen der Eltern vertraten sind heute Klassensprecher und Elternkonferenz tätig, um die brennenden Fragen der Schulen zu lösen. So haben etliche Pädagogen nur einen befristeten Arbeitsvertrag, dieses ist für die betroffenen Klassen jedoch ein unerträglicher Zustand. Anfang des Jahres 2003 gab es in den drei zuvor beschriebenen Schulen zusammen 1025 Schülerinnen und Schüler bei einer Einwohnerzahl von 8.303 in Brieselang, 662 in Bredow und 550 in Zeestow. |
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