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BK V/10 - 15.10.2004

 

Karsten Schlichte

Bürgermeister des Ortsteiles Bredow



Lebensabriss

Geb. am: 19.02.1961 in 34346 Hann (Münden / Hedemünden im südlichen Niedersachsen)
Familienstand: glücklich verheiratet
Kinder: 5 (zwei Töchter/17J.u.2J.; drei Söhne/12J., 8J. u. 4J.)
Beruf/Tätigkeit: Beamter im Bundesministerium der Finanzen/ Nebenberuf: Fahrlehrer
Ausbildung (kurz): Nach Schule und Ausbildung am 01.04.1982 in den öffentlichen Dienst eingetreten. Nach erfolgreichen Ausbildungs- u. Studienzeiten mit abgeschlossenen Laufbahnprüfungen zuerst in die Bundesfinanzverwaltung beim ZOLL und anschließend in das BMF gewechselt.

 

1. Seit wann leben Sie in Bredow?

Ich bin mit meiner Familie am 26. März 2002 in unser Haus in Bredow eingezogen.

 

2. Wie sind Sie hierher gekommen??

Auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit war ein Umzug in das nahe Umland von Berlin als logische Konsequenz unausweichlich. Da meine Frau und ich unsere Kindheit auf dem Land verbrachten, war für uns klar, dass ein Umzug auch nur in das ländliche Umland Berlins in Frage kommt.
Es schloss sich eine langwierige und akribische Suche nach dem passenden Ort an, der die eigenen gesetzten infrastrukturellen Vorgaben erfüllen sollte. In Bredow fanden wir diesen Ort!
Hier möchte ich erwähnen, dass es nicht so einfach war, auf Grund meines neuen Dienstortes die bisherige Heimat im 400Km entfernten Nordhessen (nahe Kassel) aufgeben zu müssen. Wer in seinem bisherigen Leben mit so einer oder einer ähnlichen Situation noch nicht konfrontiert war, kann überhaupt nicht nachempfinden, was das für jedes einzelne Familienmitglied bedeutete.

 

3. Was gefällt Ihnen an Ihrem Heimatort?

Bredow hat eine idyllische Lage mit viel Grünfläche zum Wohlfühlen.
Es gibt einen hervorragenden Kindergarten „Die Bredower Landmäuse“ und eine nagelneue Grundschule in Zeestow „Zeebra Grundschule“. Die übrige Infrastruktur rundet das positive Bild von Bredow ab.
Es gibt viele Kinder, die sogar im Winter auf dem zugefrorenen -und vorab durch die Ortsfeuerwehr freigegebenen- Dorfteich Schlittschuh laufen können. Wo gibt es so was noch?
In Bredow gibt es einige ortsansässige Vereine, in denen jeder sich irgendwie einbringt und somit zum guten Gelingen des Vereinslebens beiträgt. Hier ist die Welt noch halbwegs in Ordnung.
Die ältere Generation ist sehr weise und man kann eine Menge über Bredow erfahren, was von wesentlichem Vorteil ist, da nicht alles in Geschichtsbüchern wieder zu finden ist.
Dennoch gibt es aus meiner Sicht in Bredow noch einiges zu tun, was für mich persönlich auch eine Herausforderung darstellt als Ortsbürgermeister etwas für das Wohlergehen in Bredow beizutragen.

 

4. Was missfällt Ihnen an diesem Ort?

Der Prozess sich hier in die Dorfgemeinschaft einzubringen und zu integrieren ist sehr mühsam, was vielleicht auch zur Ursache hat, dass wir mit fünf Kindern als Kulturschock angesehen werden. Das ist sehr belastend. Als wir hierher gezogen waren versprachen wir uns einiges von dem idyllischen Dorfcharakter. Leider mussten wir feststellen, dass unsere positiv Einstellung durch den geplanten Bau der Vielzahl an Windkraftanlagen gebremst wurde.
Dieser Umstand ist ein nicht unerheblicher Einschnitt in das Landschaftsbild was nicht nur mir missfällt.

 

5. Sie haben 3 Wünsche frei, um für den Ort etwas zu bewirken, was wäre das?

Erstens: Ein groß angelegter Kinderspielplatz (Abenteuerspielplatz) an einem zentralen Platz in Bredow der einerseits als Spielstätte für alle Kinder und andererseits als Begegnungsstätte für die Erwachsenen dienen soll. Somit käme man sich augenblicklich näher, man lernte sich besser kennen und die Kinder entwickelten eigenständig ein ausgeprägteres sozialeres Verhalten.
Zweitens: Das Weiterführen der Verbesserungsmaßnahmen in und um Bredow mit Schwerpunkte im Bereich des Straßenbaues - besonders das Anlegen eines Fußgängerüberweges an der Hauptstraße/Oranienburger Straße-, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, Renovierung der Dorfkirche und auch der Friedhofskapelle, Verbesserung der Verkehrsanbindung von und zu Berlin.
Drittens: Lukrative Angebote schaffen, die, die Niederlassung/ Neuansiedlung von Firmen unterstützen und die Stärkung bereits vorhandener Unternehmen fördern, um somit einen Beitrag zur Verringerung der Arbeitslosigkeit in der Region zu leisten.

 

5. Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Dass die Bredower Einwohner näher zusammenrücken und gemäß meinem abgeleiteten Leitsatz: „…sondern Frage was Du für Bredow tun kannst.“ noch mehr Initiative zeigen.
Hier stehen einige zukünftige Programme wie z.B. (Weihnachtsbasar 2004/ Erntefest 2005/ 800- Jahr- Feier Bredow) voran, bei denen die ehrenamtliche Mithilfe aller Bredower wünschenswert wäre. Nur so kann, auch mit Unterstützung im finanziellen Rahmen, zum Erhalt traditioneller Feste in Bredow beigetragen werden.
Abschließend liegt mir besonders am Herzen, dass Bredow, nach der Eingemeindung im Oktober 2003, von der Gemeinde Brieselang -vertreten durch das Organ der Gemeindevertretung- mit seinen Belangen genauso und mit dem notwendigem Maß an Ernsthaftigkeit angesehen wird wie die Gesamtgemeinde. hat.

 



 

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