1. Seit wann leben Sie in Bredow?
Ich bin mit meiner Familie
am 26. März 2002 in unser
Haus in Bredow eingezogen.
2. Wie sind Sie hierher gekommen??
Auf Grund meiner beruflichen
Tätigkeit war ein Umzug
in das nahe Umland von
Berlin als logische Konsequenz
unausweichlich.
Da meine Frau und ich unsere
Kindheit auf dem Land
verbrachten, war für uns
klar, dass ein Umzug auch
nur in das ländliche Umland
Berlins in Frage kommt.
Es schloss sich eine langwierige
und akribische Suche
nach dem passenden
Ort an, der die eigenen gesetzten
infrastrukturellen
Vorgaben erfüllen sollte.
In Bredow fanden wir diesen
Ort!
Hier möchte ich erwähnen,
dass es nicht so einfach war,
auf Grund meines neuen
Dienstortes die bisherige
Heimat im 400Km entfernten
Nordhessen (nahe Kassel)
aufgeben zu müssen.
Wer in seinem bisherigen
Leben mit so einer oder einer
ähnlichen Situation
noch nicht konfrontiert war,
kann überhaupt nicht nachempfinden,
was das für jedes
einzelne Familienmitglied
bedeutete.
3. Was gefällt Ihnen an Ihrem Heimatort?
Bredow hat eine idyllische
Lage mit viel Grünfläche zum
Wohlfühlen.
Es gibt einen hervorragenden
Kindergarten „Die
Bredower Landmäuse“ und
eine nagelneue Grundschule
in Zeestow „Zeebra
Grundschule“. Die übrige
Infrastruktur rundet das
positive Bild von Bredow
ab.
Es gibt viele Kinder, die sogar
im Winter auf dem zugefrorenen
-und vorab
durch die Ortsfeuerwehr
freigegebenen- Dorfteich
Schlittschuh laufen können.
Wo gibt es so was
noch?
In Bredow gibt es einige
ortsansässige Vereine, in
denen jeder sich irgendwie
einbringt und somit zum
guten Gelingen des Vereinslebens
beiträgt. Hier ist die
Welt noch halbwegs in Ordnung.
Die ältere Generation ist
sehr weise und man kann
eine Menge über Bredow
erfahren, was von wesentlichem
Vorteil ist, da nicht alles
in Geschichtsbüchern
wieder zu finden ist.
Dennoch gibt es aus meiner
Sicht in Bredow noch einiges
zu tun, was für mich
persönlich auch eine Herausforderung
darstellt als
Ortsbürgermeister etwas für
das Wohlergehen in
Bredow beizutragen.
4. Was missfällt Ihnen an diesem
Ort?
Der Prozess sich hier in die
Dorfgemeinschaft einzubringen
und zu integrieren
ist sehr mühsam, was vielleicht
auch zur Ursache hat,
dass wir mit fünf Kindern als
Kulturschock angesehen
werden. Das ist sehr belastend.
Als wir hierher gezogen
waren versprachen wir uns
einiges von dem idyllischen
Dorfcharakter. Leider
mussten wir feststellen,
dass unsere positiv Einstellung
durch den geplanten
Bau der Vielzahl an Windkraftanlagen
gebremst wurde.
Dieser Umstand ist ein
nicht unerheblicher Einschnitt
in das Landschaftsbild
was nicht nur mir missfällt.
5. Sie haben 3 Wünsche frei, um für
den Ort etwas zu bewirken, was wäre das?
Erstens: Ein groß angelegter
Kinderspielplatz (Abenteuerspielplatz)
an einem
zentralen Platz in Bredow
der einerseits als Spielstätte
für alle Kinder und andererseits
als Begegnungsstätte
für die Erwachsenen dienen
soll. Somit käme man sich augenblicklich näher, man
lernte sich besser kennen
und die Kinder entwickelten
eigenständig ein ausgeprägteres
sozialeres Verhalten.
Zweitens: Das Weiterführen
der Verbesserungsmaßnahmen
in und um Bredow
mit Schwerpunkte im Bereich
des Straßenbaues -
besonders das Anlegen eines
Fußgängerüberweges
an der Hauptstraße/Oranienburger
Straße-, Maßnahmen
zur Verkehrsberuhigung,
Renovierung
der Dorfkirche und auch
der Friedhofskapelle, Verbesserung
der Verkehrsanbindung
von und zu Berlin.
Drittens: Lukrative Angebote
schaffen, die, die Niederlassung/
Neuansiedlung
von Firmen unterstützen
und die Stärkung bereits
vorhandener Unternehmen
fördern, um somit einen
Beitrag zur Verringerung
der Arbeitslosigkeit in der
Region zu leisten.
5. Was liegt Ihnen besonders am Herzen?
Dass die Bredower Einwohner
näher zusammenrücken
und gemäß meinem abgeleiteten
Leitsatz: „…sondern
Frage was Du für
Bredow tun kannst.“ noch
mehr Initiative zeigen.
Hier stehen einige zukünftige
Programme wie z.B.
(Weihnachtsbasar 2004/
Erntefest 2005/ 800- Jahr-
Feier Bredow) voran, bei
denen die ehrenamtliche
Mithilfe aller Bredower
wünschenswert wäre. Nur
so kann, auch mit Unterstützung
im finanziellen
Rahmen, zum Erhalt traditioneller
Feste in Bredow
beigetragen werden.
Abschließend liegt mir besonders
am Herzen, dass
Bredow, nach der Eingemeindung
im Oktober 2003,
von der Gemeinde Brieselang
-vertreten durch das
Organ der Gemeindevertretung-
mit seinen Belangen
genauso und mit dem notwendigem
Maß an Ernsthaftigkeit
angesehen wird
wie die Gesamtgemeinde.
hat.