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BK III/12 - 13.12.2002 |
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Ursprung Brieselanger Straßennamen Heute: Adolf-Kolping-Weg |
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Etwa zur gleichen Zeit bis Mitte 1977 wurde westlich des Vorwerkes Bredow, nördlich der Bahnlinie, eine Mischanlage für Bitumen erbaut. Um die für den Autobahnbau benötigten Materialien heranschaffen zu können, wurde von Nauen ein zweites Gleis, die Strecke war zuvor immer noch eingleisig, bis zum Vorwerk Bredow zu dem Mischplatz hinabgeführt. Auf dem besagten Gelände befindet sich zur Zeit die Straßenmeisterei Nauen. Die Gleisanlagen sind nicht mehr in Funktion. Damals entstanden dort auch Unterkünfte für die Bauarbeiter. Die Versorgung mit warmen Essen erfolgte durch die Gaststätte H. Grünefeld aus Bredow. Da der Havelkanal und die Bahnlinie Nauen – Brieselang überquert werden mussten, machte sich die Schüttung eines ca.15m hohen und ca. 60m breiten Dammes erforderlich, für den Massen von Sand benötigt wurden. Deshalb tat sich nun auch einiges am Nymphenteich. In der Straße Am Wald hatten Bauarbeiter die neu errichteten Baracken bezogen, die nach dem Autobahnbau ca. 10 Jahre der Jugendherberge Brieselang unterstellt worden waren, und heute ein wahrer Schandfleck sind. Der Wald um den Nymphenteich wurde gefällt. Der Mutterboden zu einem Wall längst der Finkenkruger Straße geschoben. Um den geplanten See wurde eine Baustraße angelegt, die größtenteils heute noch vorhanden ist. Die auszubaggernde Fläche wurde bautechnisch in drei Abschnitte bzw. Kammern aufgeteilt, wobei zu beachten war, dass die beiden Inseln des Nymphenteiches erhalten bleiben. Es erfolgten nun zu einzelnen Bauabschnitte Bohrungen für die Grundwasserabsenkung. Das abgepumpte Wasser wurde in den Graben längst der Bahn geleitet. Während dieser Vorbereitungen war es auch notwendig, die Straßen, die für die Fahrtroute der Sandtransporte vorgesehen waren, in Ordnung zu bringen. Dass heißt, vom Autobahnbaukombinat erhielten diese eine meist nur schmale Betumendecke, denn die meisten dieser Straßen galten während der Sandtransporte für alle Verkehrsteilnehmer, außer für Radfahrer und Fußgänger, als Einbahnstraßen. Mit Beginn der Ausbaggerungsarbeiten begannen ab November 1977 nun auch die Sandtransporte in Ost – West – Richtung mitten durch unsere Gemeinde. Tag und Nacht fuhren die Kipper durch folgende Straßen:
Nach monatelangem Transport wuchs der Damm enorm und versperrte die solange gerade verlaufende Landstraße nach Bredow. Deshalb wurde eine Verlegung der Straße notwendig. Diese biegt nun kurz hinter dem Havelkanal nach rechts ab, unterquert gleichzeitig mit der Bahn die neuerbaute Autobahnbrücke (siehe Foto) und erreicht in etwa 600 m wieder die ehemalige Landstraße. Für den nördlichen Dammabschnitt wurde auch Sand vom ehemaligen Spülfeld des 1951/52 erbauten Havelkanals verwendet. Westlich des Bootshauses wurden die Pappeln gefällt und eine etwa 2m starke Sandschicht abgetragen und zur Autobahntrasse gefahren. Nach der Sandentnahme wurde mit Kiefern aufgeforstet. Inzwischen waren auch die Brückenportale beiderseits des Havelkanals fertig und somit konnten die zwei Brückenelemente nacheinander von südlicher Seite her, durch Unterstützung eines Pontons, den die Brieselanger Feuerwehr mittels Pumpen immer auf die richtige Höhe brachte, Meter für Meter, zur nördlichen Seite, übergesetzt werden. Im Bereich des heutigen WWZ wurde damals eine nur schmale Brücke für die Landwirtschaft als Überführung der Autobahn erbaut, die 1996 durch eine größere ersetzt wurde. Im Zuge des Autobahnbaus machte sich auch zwischen Brieselang und Zeestow ein Brückenbau zur Überführung notwendig. Etwa drei Jahre bestimmten Baufahrzeuge mit Krach und Staub das Geschehen in und um Brieselang. Aus dem kleinen modrigen Nymphenteich entstand ein ca. 8m tiefer See, der bis zum bewachten Badestrand hin an Tiefe abnimmt. Im Oktober 1979 wurde der Südverbinder der Autobahn dem Verkehr übergeben und seit dem Sommer 1981 rollte auch der Transitverkehr auf der Autobahn. Ab ca. 1982 durften etwa 10 Jahre lang die damaligen Betriebsauffahrt an der Bredower Allee und am Vorwerk Bredow als Auf - und Abfahrten regulär genutzt werden. Seit dem 1. Juli 1996 besteht nun zwischen Zeestow und Brieselang die neuerbaute Autobahnanschlussstelle Brieselang der BAB 10. Der ständig zunehmende Verkehr auf dem vor 20 Jahren freigegebenen Südverbinder macht es nun erforderlich, die Autobahn nach und nach sechsspurig auszubauen. Arno Heinrich |
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