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BK II/01 - 13.01.2001 |
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Ursprung Brieselanger Straßennamen Heute: Amselweg |
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So ursprünglich und dabei so anpassungsfähig wie die Amsel stellt sich auch der Amselweg dar, der unbefestigt im Sommer staubt und in Regenzeiten zu versinken droht. Die Amsel war ursprünglich ein reiner Waldbewohner. Inzwischen hat sie sich jedoch auch in Parks, Gärten und Städten heimisch gemacht. Ihre Nahrung besteht aus Würmern, Schnecken und Insekten, die sie vor allem im Unterholz und am Boden, in Siedlungsgebieten auf Rasenflächen sucht. Das Männchen ist mattschwarz und hat einen gelben Schnabel. Es ist vor allem durch seinen melodischen, abwechslungsreichen Gesang bekannt, den es vor einer meist erhöhten Singwarte vorträgt. Die Amselmännchen beginnen bereits an milden Spätwintertagen zu singen, wenn auch nur so leise, dass man sie erst aus der Nähe hört, sie "phantasieren", sagt man. Um die Zeit des ersten Frühlingswetters hört man dann das volle Amsellied. Das Amselpaar besetzt zur Brutzeit ein Revier, in dem es keine andere Amsel duldet. Wer nicht weicht, wird mit Schnabel und Krallen bearbeitet. Auch am Futterhaus ist die Amsel streitlustig und schwingt sich zum Herrscher auf. Gelegentlich kämpft sie auch bis zur Erschöpfung gegen ihr Spiegelbild in einer Glasscherbe oder einer verchromten Autoradkappe. Das soll ja so manchem Menschen auch passieren. Das Nest ist ein tiefer Napf und wird meist niedrig und ohne alle Vorsicht irgendwo auf Bäumen oder in Sträuchern hingesetzt. Meist brütet nur das Weibchen das Gelege, das in der Regel aus vier bis fünf grünlich, rotgefleckten Eiern besteht. Nur selten wird es vom Männchen abgelöst. Die Brutdauer beträgt 11 bis 14 Tage. Die Jungen verlassen das Nest, wenn sie kaum fliegen können und betteln danach noch etwa 14 Tage lang mit gellendem Ruf um Futter. Ein Paar kann drei bis vier Bruten im Jahr aufziehen. Wer eine Amsel im Garten hat, kann sie durch Ruhe und Regenwürmer dahin bringen, aus der Hand zu fressen und auf Ruf zu erscheinen. Allerdings lassen sie sich nicht soweit dressieren, dass sie von dem leckeren reifen Obst ablassen, das als Erdbeere oder Kirsche im Garten lockt. Die Amseln waren früher in Mitteleuropa Zugvögel, aber mit dem Beginn der Verstädterung sind viele zu Standvögeln geworden. Übrigens gehört die Amsel zur Familie der Drosseln und trägt den wissenschaftlichen und dabei so klangvollen Namen Turdus merula. I.E.G. |
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