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BK III/08 - 17.08.2002 |
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Ursprung Brieselanger Straßennamen Heute: Asternweg |
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In Brieselang ist straßennamensmäßig vieles gut geordnet. Da gibt es das Vogelviertel, die Schriftstellersiedlung und die Philosophengegend. Es gibt Straßen, die nach Bäumen benannt sind, doch ein Blumenviertel sucht man vergebens - sieht man mal vom allgemeinen Blumensteg ab. Freuen wir uns also über die einzige blumige Straße, den Asternweg. Als kleine Querstraße von der Karl-Marx-Straße im Norden Brieselangs abgehend, stehen hier nicht mehr als ein halbes Dutzend Häuser. Sie alle sind erst in den letzten Jahren entstanden. Auch die Straße und der Name ist so jung, dass er auf der Ortskarte von 1980 noch nicht eingezeichnet ist. Außerdem ist unser Asternweg eine Sackgasse. Beinahe hätte er die Chance gehabt, sich zu öffnen und in das B-Plan-Gebiet an der Langen Straße zu führen. Doch die Bautätigkeit in Sichtweite zum Sportplatz geht nur äußerst zaghaft voran. Und die Chance, dass Anwohner Gelände für die Weiterführung des Asternweges frei geben, ist wohl schon vertan. Können die Anwohner des Asternweges also noch lange die Ruhe vor einem eventuellen betriebsamen Durchgangsverkehr genießen. Der Herbst steht vor der Tür und damit auch die Hochzeit der Aster. Sicher werden hinter den Zäunen im Asternweg auch diese üppig in tausend Farben blühenden Pflanzen wachsen. Ursprünglich stammen sie aus China und Japan. 1731 sollen sie von einem Jesuitenpater nach Frankreich eingeführt und 1750 schon als erste gefüllte Form gezüchtet worden sein. Die Astern mit dem lateinischen Namen Callistephus blühen von rot über blau bis gelb von Juni bis zum Frosteinbruch. Es gibt niedrige, halbhohe und hohe Sorten. Zwischen 15 und 100cm ist da alles drin. Die Herbstastern allerdings kommen fast alle aus Nordamerika, wo sie sich in lichten Wäldern und sogar Sümpfen verbergen. Karl Foerster, der berühmte Staudengärtner schrieb einst: "Ein Chrysanthemumgärtchen liegt in stummer Vornehmheit in der Sonne unterm Fenster. Ein Asterngärtchen braust in den Sonnenstunden von Bienen und erfüllt sie mit buntem Schmetterlingsflug." Keine Frage, Astern, die wie Herbststerne leuchten, strotzen vor Lebensfreude und Fröhlichkeit. Da macht der Abschied vom Gartenjahr nicht ganz so traurig. I.E.G. |
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