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BK I/06 - 04.06.2000 |
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Ursprung Brieselanger Straßennamen Heute: Fontanestraße |
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Theodor Fontane, geboren am 30. Dezember 1819 in Neuruppin und gestorben am 20. September 1898 in Berlin, war nicht nur Zeuge eines Jahrhunderts, sondern auch sein Chronist und wesentlicher Mitgestalter der realistischen Epoche. Obwohl er als Sohn eines Apothekers zunächst in die Fußstapfen seines Vaters trat und ebenfalls Apotheker wurde, gewann die Liebe zum Schreiben die Oberhand und er legte Mörser und Waage zugunsten der Feder beiseite. Begonnen mit dem Schreiben von Balladen, die seinen schriftstellerischen Ruhm in den fünfziger Jahren begründeten, sicherte er seinen Lebensunterhalt in den Siebzigern vor allem durch seine journalistische Tätigkeit als Auslands- und Kriegskorrespondent. In London leitete er die im Auftrag des Ministerpräsidenten Otto von Manteuffel erscheinende deutsch-englische Korrespondenz. Er war Mitarbeiter der “Kreuzzeitung”, später der “Vossischen Zeitung”, für die er Theaterkritiken schrieb. Er ist 60 Jahre alt, als er an seinen Verleger schreibt: ”Ich fange erst an. Nichts liegt hinter mir, alles vor mir.” Bis zu seinem Tod wird er 17 Romane und Erzählungen vollenden mit denen er den Roman als “das gültige und bleibende Dokument der Gesellschaft eines Zeitalters” etabliert hat. Zu seinen bedeutendsten und bekanntesten Werken zählen “Irrungen, Wirrungen”, “Stine”, “Frau Jenny Treibel”, “Effi Briest” oder die “Wanderungen durch die Mark Brandenburg”. Gerade mit dem letztgenannten Werk wollte Fontane seinen Landsleuten zeigen, “dass es in ihrer nächsten Nähe auch nicht übel sei und dass es in der Mark Brandenburg auch historische Städte, alte Schlösser, schöne Seen, landschaftliche Eigentümlichkeiten und Schritt für Schritt tüchtige Kerle gäbe”. Seine Wanderung durch den Brieselang, einem der ältesten Waldpartien des Havellandes, wie er schrieb, ist mit großem Vergnügen zu lesen und öffnet nicht nur dem Neu-Brieselanger den Blick für diese schöne Landschaft. Seine Beschreibung des Weges von Finkenkrug, vorbei an der Försterei Brieselang bis zur alten “Königseiche” ist leicht zu lesen und informativ obendrein. So hat Fontane eine kleine touristische Werbung für den Brieselang und damit auch später für unser Brieselang geleistet. Mit der Fontanestraße sei es ihm gedankt. I.E.G. |
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