BK I/05- 07.05.2000

Ursprung Brieselanger Straßennamen

Heute: Haslacherstraße

Parallel zum Forstweg, vom Markt bis zur Hans Klakow Straße verläuft die Haslacher Straße. Eine Straße, die mit dem Neubau des Marktensembles 1996 gewachsen ist und die Verbindung zwischen dem Markt und dem nördlich gelegenen Einkaufsbereich mit Plus-Markt, Sparkasse und kleinen Läden herstellt. Beneidenswert gut ist diese Straße, die leider noch wenige Anlieger mit der Adresse Haslacher Straße hat.

Wer verkehrswidrig auf der Mitte der Fahrbahn schreitet, kann ein sehr schönes Mosaik bewundern, das als ein Geschenk der Brieselanger Partnerstadt Haslach im Jahr 1997 in den Belag eingefügt wurde. Es zeigt das Wappen der Partnergemeinde.

Die Katholische Kirchengemeinde, die schon zu DDR-Zeiten über enge Kontakte in diesen Schwarzwaldort verfügte, regte die Partnerschaft zwischen beiden Orten an, die in etwa die gleichen Einwohnerzahlen haben.

Haslach liegt im Bundesland Baden-Württemberg im mittleren Schwarzwald zwischen Freiburg und Offenburg in einem Kessel des Kinzigtals. Etwa 6.600 Einwohner leben hier auf einer Höhe von 215 Metern über dem Meeresspiegel im Ortenaukreis.

Hervorgegangen aus einer Siedlung, die sich um das Kirchlein des 10./11. Jahrhunderts entwickelte, wurde Haslach 1278 “oppidum” und 1350 “stat”. Durch den Grafen Heinrich IV. von Fürstenberg war Haslach zeitweise Residenz der Fürstenberger, die den Ort 1386 mit umfangreichen Freiheitsrechten ausstatteten. Während des 19. Jahrhunderts unterstrichen das badische Bezirksamt und das Amtsgericht die Bedeutung der Stadt, die ihren Charakter als Marktstätte bis heute bewahrte. So ist es nur recht und billig, wenn in Brieselang die Straße, die zum Markt führt, Haslacher Straße heißt.

Über dem historischen Stadtkern erhebt sich in markanten Bauformen die 1328 in einer Urkunde erstmals schriftlich erwähnte Kirche des heiligen Arbogast, zu deren Seelsorgebezirk auch die Dörfer Mühlenbach, Hofstetten und Weiler-Fischerbach gehörten. Für die Volksseelsorge von großer Bedeutung wurde 1630/33 der von den Grafen von Fürstenberg geförderte Bau eines Kapuzinerklosters, dem man 1660 die Lorettokapelle anfügte. Im Jahr 1823 wurde diese allerdings aufgehoben und beherbergt heute das Heimatmuseum.

Ein hoch geehrter Einwohner der Stadt Haslach war Pfarrer Heinrich Hansjakob, der von 1837 bis 1916 lebte. Er mehrte Haslachs Ruhm, indem er als begnadeter Volksschriftsteller in seinen Lebenserinnerungen und Erzählungen das Brauchtum und die Geschichte seiner Vaterstadt aufschrieb.

Haslach ist heute eine Stadt mit regsamen Gewerbe- und Industriebetrieben, Station der Schwarzwaldbahn und Erholungsort.



 

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