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BK IV/01 - 17.01.2003 |
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Ursprung Brieselanger Straßennamen Heute: Heinrich Heine Straße |
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Heinrich Heine, dem diese 166 Meter in Brieselang gewidmet sind, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, der in großer Wortgewandtheit in seinen Werken das Gefühl der Schwermut mit erstaunlicher ironischer Betrachtungsweise verknüpfte und kein Blatt vor den Mund nahm, wenn es um politische Kritik ging. Heinrich Heine wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als ältester Sohn eines jüdischen Tuchhändlers geboren und wurde Harry genannt. Nach dem Scheitern einer kaufmännischen Lehre begann er in Bonn ein Jura-Studium. 1825 trat er zum Protestantismus über, um seiner juristischen Laufbahn eine Chance einzuräumen, die ihm als Juden verwehrt geblieben wäre. Nach der christlichen Taufe nannte er sich Heinrich Heine. Im gleichen Jahr promovierte er zum Dr. jur. Zeit seines Lebens wurde Heine wegen seiner jüdischen Abstammung und der Konvertierung geächtet und kritisiert. Auf seinen vielen Reisen durch Europa und quer durch Deutschland zum Teil zu Fuß lernte er Johann Wolfgang von Goethe in Weimar kennen und in Paris, seinem selbstgewählten Exil, Karl Marx, mit dem ihm eine persönliche Freundschaft verband. Seit 1841 war Heinrich Heine mit Crescence Eugenie Mirat verheiratet. Seine letzte Liebe galt jedoch Elise Krienitz, genannt Mouche, die ihm Freundin in der Zeit seiner schweren Rückenmarks-Krankheit war. Auf seiner "Matratzengruft" siechte er langsam und schmerzhaft bis zu seinem Tod am 17. Februar 1856 dahin. Auf dem Montmatre Friedhof in Paris wurde Heinrich Heine beigesetzt. Heine veröffentlichte eine Vielzahl an Zeitgedichten mit scharfer Polemik und große Versdichtungen wie "Atta Troll. Ein Sommernachtstraum". Wer an Heine denkt, dem fallen jedoch vor allem die Zeilen aus seinem Gedicht "Nachtgedanken" ein:
Zu allen Zeiten gab es Ansätze, diese Zeilen für die jeweilige Zeit gelten zu lassen. Dennoch - auch den Nachtgedanken folgt ein Morgen und die heißen Tränen werden getrocknet sein, damals wie heute. Irgendwann geht schließlich immer die Sonne auf. I.E.G. |
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