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BK IV/02 - 14.02.2003 |
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Ursprung Brieselanger Straßennamen Heute: Milanweg |
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Etwas irreführend ist der Milanweg auch insofern, als er sich mit seinem Vogelnamen mitnichten im Vogelviertel befindet. Sei es drum. Versöhnlich erscheint, dass der Milan in wildreichen, feuchten Lagen im Kulturland, also auch inmitten von Siedlungen, zu finden ist. Die Nähe des Kanals erfreut den Milan sicherlich. Der Milan gehört zur Ordnung der Greifvögel. Zu ihnen gehören auch die Adler, Bussarde, Sperber oder Habichte. Er ist ein Habichtartiger. Wir kennen den Rotmilan und den Schwarzmilan. Bemerkenswert sind im Frühling die Balzflüge der Vögel, die dann mit einem gewaltigen Sturzflug aus großer Höhe auf ihren Horst zielen und dabei nicht vergessen, diesen mit lautem Schreien zu untermalen. Da muss die Milandame einfach hinsehen. Den Horst bauen sie zunächst nicht selbst. Sie übernehmen ihn meist von Krähen oder Bussarden. Ihr Anteil an der Gemütlichkeit besteht dann im Auspolstern des Zuhauses mit Lappen, Papier oder Plastiktüten. Milane sollen schon Vogelscheuchen zerlegt und Wäscheleinen zu diesem Zweck geplündert haben. Das Weibchen legt in der Regel drei Eier, die es 28 bis 30 Tage lang brütet. Zu Nahrung der Milane gehören schwächere Wirbeltiere wie Frösche und Reptilien aber auch Aas sowie Funde vom Müllplatz. Sie fressen Tiere, die irgendwie Schaden genommen haben, ob nun auf dem Feld durch Mähdrescher oder durch Autos auf Straßen. Im Mittelalter waren Rotmilane auf Grund dieser Vorliebe gern gesehene "Müllschlucker". Allerdings sind Milane auch so rücksichtslos ein Vogelnest samt der darin befindlichen Jungen zu klauen. Sie stehlen der Glucke die Küken unterm Hintern weg, wenn diese sich nicht beherzt zur Wehr setzt. Der Milan sieht bei seinem langen beinahe schwimmenden Segelflug stolz aus. Im Herbst kann man dieses Schauspiel beobachten, wenn sich die Milane in Wanderscharen Richtung Süd€pa auf den Weg machen. Bald ist es wieder soweit und sie machen sich auf den Rückflug. Möglicherweise wird dann auch ein Milan im Milanweg gesichtet. Vorsicht Hausfrauen – achtet auf €e Wäscheleinen! I.E.G. |
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