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BK IV/05 - 12.05.2003 |
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Ursprung Brieselanger Straßennamen Heute: Mozartweg |
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Als das Areal in den zwanziger Jahren urbar gemacht wurde, gab es hier riesige Gärten, die zum Teil 5 Morgen Land umfassten. Heute möchte diese Größe keiner mehr bewirtschaften müssen. Obst und Gemüse gibt es im Laden preiswerter ohne sich von früh bis spät auf dem Land buckeln zu müssen. Auf einem dieser Gärten wurden in den vergangenen zwei Jahren an die zehn Grundstücke für Einfamilienhäuser parzelliert. Hier und da erinnert noch ein alter Obstbaum an die vergangene ehemalige Nutzung der Fläche. Mozartweg klingt schon mal gut und es besteht nicht die Gefahr, dass es politische Diskussionen um den Namen geben könnte. Mozart wurde am 27. Januar 1756 als siebentes Kind in Salzburg geboren. In die Taufurkunde wird sein genauer Name mit Johannes Chrysostomus Wolfgang Gottlieb Mozart eingetragen. Nachdem der Vorname Gottlieb später sinngemäß in Amadeus geändert wurde, kam es zu dem Namen, der noch heute in der ganzen Welt bekannt ist: Wolfgang Amadeus Mozart. Mozart wächst in einer glücklichen Familie auf mit viel Freiraum für die Musik. So überrascht er seinen Vater bereits mit vier Jahren mit einer eigenen Komposition. Als 8jähriger veröffentlicht er seine erste Symphonie. Reisen nach Frankreich, Deutschland, Italien, Holland, England und die Schweiz lehren den jungen Wolfgang nicht nur Weltoffenheit, das Kennenlernen der musischen Kultur anderer Länder, vor allem die Italiens, sondern er lernt auch Musikerkollegen, wie Christian Bach, den jüngsten Sohn des Thomas-Kantors Johann Sebanstian Bachs, kennen und schätzen. 12jährig schreibt er die Musik zu dem Singspiel "Bastien und Bastienne", das 1767 in Wien uraufgeführt wurde. Bei seinen drei großen Reisen nach Italien feiert der jugendliche Wunderknabe Triumphzüge. Der damalige Papst würdigte Mozart 1770 in Rom mit dem "Orden vom Goldenen Sporn", der mit dem Titel "Cavaliere" verbunden war. Im gleichen Jahr wurde er auch 14jährig in die "Philharmonische Akademie" aufgenommen. In seiner Heimatstadt Salzburg wird er Konzertmeister der Hofkapelle. 1779 ernennt man ihn zum "Hof- und Domorganisten". Mit einem Fußtritt wird er allerdings bereits zwei Jahre später aus diesem Dienst geworfen, weil er sich erdreistet hatte, zu verlangen, bei der Thronbesteigung des neuen Kaisers selbst zu konzertieren. Damit hatte Mozart den Zustand der Dienstbarkeit, in dem sich damals noch die meisten Musiker befanden, beendet und war darauf angewiesen, seinen Lebensunterhalt als freier Künstler zu bewältigen. Zunächst scheint damit das Glück auf seiner Seite zu sein. Er führt erfolgreich das Singspiel "Die Entführung aus dem Serail" auf und kann sich über eine Fülle von Aufträgen freuen. Er konzertiert, komponiert und gibt Klavierstunden. Seine Freundschaft mit Joseph Haydn wirkt sich sehr nachhaltig auf sein Schaffen aus. Ihm widmet er sechs Streichquartette. 1786 folgt die Uraufführung der Oper "Die Hochzeit des Figaro" und der "Kleinen Nachtmusik". Als Christoph Willibald Gluck im Folgejahr stirbt wird er zum "Kaiserlichen Kammermusikus" an dessen Stelle ernannt. "Don Giovanni wird in Prag uraufgeführt und später "Cosi fan tutte" , eine auf kaiserlichen Auftrag geschriebene Oper. Trotz seiner Erfolge verschlechtert sich seine wirtschaftliche Situation zusehends. Am 30. September 1791 wird seine letzte Oper "Die Zauberflöte" in Frankfurt mit großem Erfolg aufgeführt. Der Erfolg steigert sich bei jeder nachfolgenden Aufführung. Letztlich war es diese Oper, die vor allem dazu beitrug, dass Mozarts Werk in der ganzen Welt bekannt wurde. Nach Tagen schwerster Krankheit stirbt Mozart am 5. Dezember 1791 nur 35jährig. Bei der Beisetzung am darauffolgenden Tag begleiten nur wenige Freunde den Leichnam zur Einsegnung in den Wiener Stephansdom, aber niemand mehr den Wagen, der den Sarg auf den St. Marxer Friedhof bringt. Er wird in einem Grab mit mehreren Toten und ohne Grabstein, wie es in dieser Zeit Brauch war, beigesetzt. Heute erinnert lediglich ein kleines Denkmal an den großen Musiker auf diesem Friedhof. 1842 allerdings wird in Salzburg in Dankbarkeit Mozarts mit einem größeren Denkmal gedacht. I.E.G. |
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